BCS Bildungs-Center Südthüringen e. V.

Am Köhlersgehäu 9, 98544 Zella-Mehlis

Ihr kompetenter Partner in allen Fragen rund um die Berufsausbildung.

BCS Bildungs-Center Südthüringen e. V. - Ihr Partner für:

berufsvorbereitende Bildungsmaßnahmen

Förderung und Berufsausbildung behinderter und benachteiligter Jugendlicher

Erstausbildung in Elektro-, Metall-, Hauswirtschafts-, Verwaltungs- und Textilberufen sowie zum Technischen Zeichner und Mediengestalter

Lehrgangsausbildung und Prüfungsvorbereitung für Verbünde und Einrichtungen

Kooperationsausbildung mit Betrieben und Einrichtungen

Lehrgänge zum Einlösen von Bildungsgutscheinen

Elektrogerätezusammenbauer, Elektrogerätefachkraft, Mechatroniker

Hauswirtschaftshelfer, Hauswirtschafter, Beikoch, Helfer im Gastgewerbe, Modenäher, Modeschneider, Änderungsschneider

Metallwerker, Metallfeinbearbeiter, Teilezurichter, Maschinen- und Anlagenführer, Verfahrensmechaniker für Kunststoff- und Kautschuktechnik, Zerspanungsmechaniker

Bürokaufmann, Bürokauffrau, Kaufmann / Kauffrau für Bürokommunikation, Mediengestalter Digital und Print, Technischer Zeichner

Rehaspezifische Leistungen

Methodik und Didaktik

Jeder Teilnehmer wird vor dem Hintergrund seiner individuellen Voraussetzungen bzgl. Fähigkeiten, Kompetenzen und Kenntnissen wahrgenommen. Ihre systematische Ausprägung und Weiterentwicklung wird im individuellen Förderplan in Form von Zielvereinbarungen verankert. Auf dieser Basis erfolgt eine zielgerichteter Abbau oder die Kompensation von Lerndefiziten, die Vermittlung von fachtheoretischen Lehrinhalten und die Aufarbeitung des Berufsschulstoffes.

 

Folgende didaktische und methodische  Vorgehensweisen sichern eine individuelle und kontinuierliche Förderung unserer Jugendlichen:

  • Arbeit mit innovativen Unterrichtskonzepten und Lernmethoden
  • ganzheitlicher Förderansatz (fachliche Unterstützung der Teilnehmer sowie Förderung der Persönlichkeitsentwicklung)
  • zeitgemäße Lehr- und Lernmaterialien
  • Arbeit in kleinen homogenen Unterrichtsgruppen gewährleistet sowohl teamfördernde als auch individuelle Betreuung)
  • gemeinsame, reflektierende und individuelle Arbeit mit den Förderplänen
  • anschauliches und modellhaftes Lernen (Sichtbarmachen von Lerninhalten, Erkennen von Zusammenhängen)
  • Gewinnen von Lernmotivation (Ermöglichen von produktivem Lernen)
  • „Kompetenz statt Defizitansatz“ (Gewinnung von Motivation, Lernlust und Selbstvertrauen)
  • Förderung von Schlüsselqualifikationen
  • Ausprägen, Festigen und Ausbauen von sozialen Kompetenzen, wie z.B. Selbständigkeit, Flexibilität, Kreativität, Pünktlichkeit, Hilfsbereitschaft, Geduld, Ausdauer, Teamfähigkeit
  • enge und kooperative Zusammenarbeit mit den Berufsschulen und Betrieben
  • Verzahnung von Lernzielen, Lernsituationen und Lebenssituationen der Teilnehmer
  • Verzahnung von Theorie und Praxis
  • Teilnahme an öffentlichen Projekten (Projekte von Gesundheitsämtern, Ministerien, Verbraucherzentralen, Firmen und Institutionen)

 

Sozialpädagogische Betreuung

Im BCS ist die sozialpädagogische Unterstützung und Begleitung der Jugendlichen in die theoretische und fachpraktische Ausbildung integriert. Sozialpädagogisches Handeln ist daher keine Spezialaufgabe, die von einem begleitenden Fachdienst übernommen wird.

 

Aufgrund des Förderkonzeptes ist es unabdingbar, daß Ausbilder, Sozialpädagogen und Stützlehrer systematisch zusammenarbeiten. Dieses Prinzip wird durch die Teamarbeit verwirklicht.

Sozialpädagogische Arbeit ist integrativer Bestandteil aller Lernvorgänge und zielt darauf ab, die Persönlichkeitsentwicklung der Teilnehmer ganzheitlich zu fördern.

Daraus leiten sich für uns folgende Schwerpunkte ab:

  • Stabilisierung der Persönlichkeit des Jugendlichen in seinem Lebensumfeld
  • Stärkung des Selbstvertrauens
  • Förderung einer positiven Lern- und Arbeitseinstellung
  • Entwicklung von Schlüsselqualifikationen
  • Ausprägung sozialer Wert- und Normvorstellungen

 

An dieser Stelle kommt das zentrale Element unserer pädagogischen Arbeit, der Förderplan, zum Tragen. Inhalte sind die Zielstellung, die Fördermaßnahmen, Festlegungen zu den Verantwortlichkeiten in der Realisierung, Auswertung und Reflexion sowie die Fortschreibung. Ausgehend von den beschriebenen Schwerpunkten ergeben sich für die sozialpädagogische Arbeit im BCS folgende Ziele:

  • Stabilisierung der Persönlichkeit des Teilnehmers in seinem Lebensumfeld
  • Stärkung des Selbstvertrauens
  • Förderung einer positiven Lern- und Arbeitseinstellung
  • Entwicklung und Förderung von Schlüsselqualifikationen und Kernkompetenzen
  • Ausprägung sozialer Wert- und Normvorstellungen

 

Die Umsetzung sozialpädagogischer Zielsetzungen und der inhaltlichen Schwerpunkte der Begleitung und Unterstützung erfolgen auf der Grundlage geeigneter sozialpädagogischer Ansätze und Methoden.

Diese umfassen im BCS:

  • Einzelfallhilfe mit Gesprächs- und Beratungsangeboten für jeweils abgrenzbare individuelle Problemstellungen,
  • systemische Beratungsansätze, die individuelle Problemlagen im Zusammenhang mit Lebenslagen und dem sozialen Umfeld bearbeiten und aus dieser umfassen­den Sichtweise Handlungsstrategien entwickeln
  • zielgruppenspezifische Gruppenarbeit unter Beachtung gruppendynamischer Prozesse und gruppenpädagogischer Methoden und Techniken.

 

Darüber hinaus besteht die Möglichkeit der Nutzung eigenständiger sozialpädagogischer Angebote. Dazu gehören:

  • Angebote zum Abbau von sozialisationsbedingten Einschränkungen(z. B. Erweiterung kommunikativer Fähigkeiten sowie des sprachlichen Ausdrucksvermögens, Erwerb lebenspraktischer Fähigkeiten u. a.)
  • Angebote zur Aufarbeitung von Schlüsselsituationen wie Lernversagen und Prüfungsängsten
  • individuelle Beratungs- und Unterstützungsangebote in besonderen Ausbildungsphasen und zu Problemen in der Ausbildung, im sozialen Umfeld oder zu besonderen Lebenslagen
  • Beratungsangebote zur Prävention und Vermeidung von Ausbildungsabbruch
  • Trainingsangebote zum Verhalten bei Konflikten in Ausbildung, Arbeitswelt und beim Lernen
  • Übergangshilfen bei der Fortsetzung der Berufsausbildung in einem Betrieb oder beim Übergang von Ausbildung in Beschäftigung
  • ausbildungsbezogene Gruppenangebote
  • Angebote zum sozialen Lernen
  • präventive Angebote zu Themenstellungen wie Sucht und Drogen, Konsumverhalten und Schulden, Konflikte, Aggression und Gewalt etc.
  • Hilfestellungen beim Umgang mit Behörden und Institutionen (Agentur für Arbeit, Berufsausbildungs­Beihilfestelle, Amtsgericht, Landratsamt Psychosoziale Beratungsstellen, Arbeitersamariterbund, Sucht und Drogenberatungsstellen)
  • Herstellung von Kontakten zu externen Beratungsstellen
  • die Bereitstellung von lnteraktions- und Kommunikationsmöglichkeiten mit Nichtbenachteiligten und Nichtbehinderten
  • Elternarbeit

 

Der Sozialpädagoge unterstützt den Stützlehrer oder Ausbilder dort, wenn es darum geht, Lernen zu organisieren und zu strukturieren. Umgekehrt unterstützt der Stützlehrer den Sozialpädagogen, indem er den Stütz- und Förderunterricht unter sozialpädagogischen Fragestellungen betrachtet und eventuelle sozialpädagogische Förderangebote initiiert.

 

Begleitende Lernförderung

Oft ist Lernen bei Jugendlichen negativ besetzt, weil Lernen mit der Angst vor Versagen verbunden wird. Der Stütz- und Förderunterricht soll bewusst vom Berufsschulunterricht abweichen, um den Jugendlichen neue und positive Lernerfahrungen und Erfolgserlebnisse zu vermitteln. Lernen wird zu einer erreichbaren Herausforderung für unsere Jugendlichen.

 

Der Stütz- und Förderunterricht erfolgt in kleinen Lerngruppen oder als Einzelunterricht. Die Gruppen werden vom Team nach dem jeweiligen Lerntyp ausgewählt und zusammengestellt. Somit ist eine individuelle, homogene und intensive Betreuung der Jugendlichen gewährleistet. Die kleinen Lerngruppen ermöglichen den Einsatz von individualisierenden Methoden, wie z. B. die Durchführung von Entspannungs- und Bewegungsübungen, den Einsatz von spielerischen und kreativen Lernelementen, den Einsatz von Lernmitteln, die alle Sinne der Auszubildenden ansprechen und einen größeren Lernerfolg sichern. Der Stütz- und Förderunterricht wird abwechslungsreich gestaltet. Es werden neue Medien eingesetzt (PC mit aktueller Lernsoftware, Nutzung des Internets, aktuelle Literatur, Arbeitsblätter und Anschauungsmaterial). Durch diese Art Lernhilfen lassen sich Erfolgserlebnisse schaffen, die zur Motivationssteigerung der Teilnehmer beitragen.

 

Die Verbindung von Theorie und Praxis gemäß unserem Bildungskonzept hat sich als Erfolg versprechend erwiesen. Zur Unterstützung der Fachpraxis werden in Absprache mit den Auszubildenden berufsspezifische Inhalte, Verfahren und Methoden wiederholt und vertieft. Die fachpraktische Ausbildung wird unterstützt und für das Lernverhalten und die Lerneinstellung der Jugendlichen prägende Erfolgserlebnisse werden geschaffen.
Eine Methode, die der zielgruppenspezifischen Problematik besonders gerecht wird, ist die Projektarbeit. Durch das projektorientierte Lernen, fördern wir bei unseren Teilnehmern neben den fachlichen Kompetenzen unter anderem auch ihr selbstbestimmtes Handeln, ihre Kreativität und ihre Teamfähigkeit.

 

Eine positive Lerneinstellung, die Gestaltung von positiven Lernsituationen und zielgruppenspezifische Methodik und Didaktik bilden Grundvoraussetzungen für den Lernerfolg. Die fachlich-theoretischen Berufsqualifikationen der Teilnehmer werden im Stützunterricht  gefestigt und vertieft (Fachtheorie und allgemein bildende Kenntnisse). Die Entwicklung der Lernbereitschaft, der Aufbau geeigneter Lerntechniken und Lernvoraussetzungen im Förderunterricht sind prägend bei der Durchführung eines individuellen Stützunterrichtes.

 

Der Stütz- und Förderunterricht gewährleistet:

  • die Vermittlung der zur  Berufsausbildung erforderlichen fachtheoretischen und berufsspezifischen Inhalte, Verfahren und Methoden sowie der gesellschaftsfähigen allgemein bildenden Inhalte im Rahmen des Stützunterrichts
  • das Anwenden von neuen Lerntechniken im Rahmen des Förderunterrichtes. Es werden Schwerpunkte und Zusammenhänge aufgezeigt und verdeutlicht. Die Jugendlichen finden Unterstützung darin, sich mit ihren speziellen kognitiven Voraussetzungen, abstrakte Inhalte und Zusammenhänge zu erschließen, um diese dauerhaft in ihr Wissens- und Handlungspotenzial einzufügen.

 

Das mangelhafte Ausdauer- und Konzentrationsvermögen wird bei der Gestaltung des Förderunterrichts in besonderem Maße berücksichtigt. Der Unterricht wird in kleine, überschaubare Einheiten gegliedert. Die Unterteilung von Lerneinheiten, die Formulierung von Teilzielen und das etappenweise Vorgehen bei der Lösung von Aufgaben hat sich als hilfreich erwiesen. Die Stützlehrer führen in Kooperation mit den Sozialpädagogen spezielle Trainings zur Steigerung der Ausdauer und Konzentrationsfähigkeit durch. Sie finden sowohl in separaten Einheiten aber auch im Rahmen des Förderunterrichtes statt. Bei Erfordernis führt der Psychologe unserer Einrichtung ein systematisches Gedächtnistraining für Teilnehmer mit verringerter Merkfähigkeit durch.

Die Arbeit mit Unterrichtsmitteln wie z. B. dem Smart-Board (interaktives Lernen), mobilen und fest installierten Beamern und leistungsfähigen PC’s mit entsprechender Lernsoftware bildet die Basis für Lernerfolge.

 

Ein Instrument zum Abbau von Prüfungsangst ist die Ausprägung von Kompetenzen, insbesondere geeigneter Lernstrategien und Arbeitstechniken. Diese werden im Rahmen des Förderunterrichts nach dem Leitsatz "Das Lernen lernen" vermittelt. Jugendliche, die über geeignete Lernstrategien verfügen, haben ein höheres Selbstvertrauen und sind in der Lage, Prüfungsängste abzubauen oder zu kompensieren. Es werden prüfungsähnliche Situationen nachgestellt, geübt und ausgewertet.

 

Psychologischer Dienst

Die Arbeit des Psychologischen Dienstes zielt vorrangig darauf ab, den Jugendlichen in der Berufsvorbereitung und Ausbildung spezielle, individuelle Unterstützung und Hilfe anzubieten, um das Maßnahmeziel auf Grund auftretender Probleme nicht zu gefährden.

Die Angebote des psychologischen Dienstes sind inhaltlich auf den Erfolg der Maßnahmen und die dazu notwendige persönliche Unterstützung abgestimmt.

 

Der Psychologische Dienst hat folgende Aufgabenschwerpunkte:

 

Diagnostik: 

  • gezielte Eignungs-, Leistungs-, Förder- und Verlaufsdiagnostik in der Berufsvorbereitung:
    • zur Feststellung, ob Interessen sowie Fähigkeiten und Fertigkeiten der Teilnehmer mit den Anforderungen am Ausbildungs- und Arbeitsplatz übereinstimmen
    • zur Ermittlung der Eignungs- und Leistungsschwerpunkte
    • zur Einleitung geeigneter Hilfestellungen und notwendiger Fördermaßnahmen, um allen Einschränkungen und Defiziten, die den erfolgreichen Verlauf der BvB oder Ausbildung gefährden oder verzögern können, entgegenzuwirken

 

Intervention:

  • Individuelle und therapeutische Beratung der Jugendlichen bzgl. der Verbesserung der Lern-,  Arbeits- und Personalkompetenzen
  • Hilfen bei Problemen im Leistungsbereich, individuellen und psychischen Problemen sowie bestehenden Verhaltensauffälligkeiten
  • Krisenintervention bei akuten Problemen und drohendem Maßnahmeabbruch
  • Angebot von psychologischen Trainingsmaßnahmen:
    • zum Aggressionsabbau
    • zur Stärkung von Selbstwert, Selbstsicherheit
    • zur Förderung sozial-kommunikativer Kompetenzen
    • zum Erlernen von Entspannungstechniken
    • zum Abbau von Prüfungsängsten
    • zur Förderung der Konzentrations- und Gedächtnisleistung

 

In Abhängigkeit von den individuellen Problemstellungen der Teilnehmer werden die Angebote in Form von Einzel- und Gruppenarbeiten durchgeführt.

Die enge Zusammenarbeit mit den pädagogischen Ausbildungsteams, die  Kooperation mit anderen Fachdiensten im BCS und bei Bedarf zu externen Fachleuten, ist dabei selbstverständlich.

 

Arbeitsmedizinischer Dienst

In allen Maßnahmen kann zur Unterstützung eine Arbeitsmedizinerin eingeschaltet werden.

 

Zeitnahe und enge Zusammenarbeit bei:

  • der Abklärung von Berufstauglichkeit nach längerer Krankheit oder Unfällen
  • der Testung auf Verdacht von Suchtverhalten
  • der Nachsorge von Therapien
  • der Feststellung der Berufseignung im Rahmen der Arbeitserprobung/Eignungsabklärung

 

 

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